Berufsorientierung in den 7. Klassen

BOM – was heißt denn das? Was macht man da? Kommen da Leute aus der Praxis oder wieder Lehrer? Viele Fragen, die auftauchten, als es hieß: Die Klassen 7a und 7b haben eine Woche keine Schule, sondern BOM! Berufs Orientierungs Maßnahmen – das sagte meinen Schülern auch nicht viel mehr. Also – diese Woche dient einer ersten Berufsvorbereitung. 

Die SchülerInnen lernen in verschiedenen Modulen ihre Stärken und Schwächen kennen und erhalten so erste Hilfen für ihre anstehende Berufswahl. Wir Lehrerinnen standen vor der fast unlösbaren Aufgabe, jedem Schüler/jeder Schülerin zwei wunschgemäße, passende Module zuzuordnen. Zur Auswahl standen: Elektro – Metall – Holz – Farbe – Hotel/Gaststätten/Restaurant – Verkaufsstand – Reiseplanung.  Der Ablauf stand schon fest: Zwei Tage Modul Eins – ein Tag Betriebserkundung – zwei Tage Modul Zwei. Neugierig ließen sich die SchülerInnen von ihren Ausbildern abholen, starteten in ihre Bereiche und machten recht unterschiedliche Erfahrungen. 

Zwei ganze Tage an einem Werkstück arbeiten, Menüs planen, am PC sitzen und recherchieren, das unterschied sich schon gewaltig vom normalen, meist nur zweistündigen Fachunterricht. 

Super interessant, toll, langweilig, sehr anstrengend, die Meinungen gingen auseinander, je nach Modul und Ausbilder. Am Ende der Woche hatte sich die Arbeit aber gelohnt. Es gab Luftkissenboote, den heißen Draht, eine Spielekiste aus Holz, einen Metallnussknacker, Plakate und Powerpointpräsentationen für eine Klassenfahrt, Farbtafeln und einen Verkaufsstand zu bewundern. Wir Lehrerinnen wurden jeden Tag mit einem Menü verwöhnt, daran konnte man sich gewöhnen. Die Betriebserkundungen am Mittwoch boten eine willkommene Unterbrechung und interessante Einblicke in verschiedene Firmen aus Germering und Fürstenfeldbruck. Das Fazit unserer Schüler war jedenfalls eindeutig – auch wenn nicht alle Module optimal gelaufen sind, hat sich diese Woche gelohnt und viel Spaß gemacht.